Friday, 3 April 2026

Roadmanager – ein Job im Rockgeschäft

WARM DUST, BRIAN AUGER, DEEP PURPLE etc.

Ron Kilburn über 40 Jahre als Roadie im Popgeschäft

Nach langer Suche und intensiven Recherchen bin ich endlich auf einen damals Beteiligten gestoßen, der mir über die Aktivitäten der Progrock-Formation WARM DUST Auskunft geben konnte. Die sechsköpfige Band war Anfang der 1970er Jahre viel im Südwesten Deutschlands unterwegs, wo sie bei Konzerten und Festivals (z. B. dem Konstanzer Open-Air 1970) überzeugten. Ich habe sie damals im Museumsaal in Hechingen gehört und war sowas von beeindruckt. Ron Kilburn war einst der Roadie von WARM DUST. Heute lebt er in Trawden, einer kleinen Ortschaft  im nordenglischen Lancashire.

Ron Kilburn zeigt seinen Backstage-Pass (mit versilbertem Totenkopf), extra angefertigt für eine Tour mit Keith Richards 


Zeitungsankündigung für einen Auftritt von WARM DUST in Urach, 1971

                               


        WARM DUSTs Tourplan im April 1971 aus der englischen Musikzeitung Melody Maker


Nach WARM DUST war Ron Kilburn für BRIAN AUGER'S OBLIVION EXPRESS als Roadie tätig, dann für  EMERSON, LAKE & PALMER, danach für DEEP PURPLE, alles Bands, die intensiv in Südwestdeutschland auftraten. Durch seine  Freundschaft mit Paul Carrack (Keyboarder von WARM DUST) landete er bei ACE. Mit DEEP PURPLE war er auf etlichen US-Tourneen. Er ließ sich dann in den USA nieder, um weiter als Tourmanager für TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS und andere zu arbeiten. 

Bei Kilburn handelte es sich um einen echt erfahrenen Profi hinter den Kulissen im Rockgeschäft. Es war absolut faszinierend, was er zu berichten hatte, z.B. was für ein exzellenter und fairer Bandleader BRIAN AUGER war, wieviel Spaß er mit WARM DUST hatte, die in einem Haus in London als Bandkommune zusammen wohnten und viel auf dem europäischen Festland unterwegs waren. An das Konstanzer Open-Air 1970 konnte er sich noch erinnern, vor allem wegen des Dauerregens.

 Er zögerte zuerst, den Roadie-Job bei DEEP PURPLE anzunehmen, weil RITCHIE BLACKMORE eine denkbar schlechte Reputation hatte (er galt als launisch und konnte zornig werden), mit dem Kilburn dann aber sehr gut auskam, im Gegensatz zu CARL PALMER, dessen persönlicher Schlagzeug-Roadie er länger war. PALMER sei ein Perfektionist und deswegen sehr schwierig im Umgang.

Ein Kiste von Backstage-Pässen erzählt von einem Leben als Rock-Roadie

Hörprobe:

Warm Dust – Indian Rope Man (youtube)



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