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Friday, 27 April 2018

Buchvorstellung: 50 Jahre Club Manufaktur in Schorndorf

MULTIMEDIA VORTRAG: 
CHRISTOPH WAGNER (AUTOR) UND THOMMY BALLUFF (MUSIK)
                                                        Wedding Present: Eintrag im Gästebuch der Manufaktur 

50 Jahre Manufaktur - vom Untergrund-Club zum modernen Kulturzentrum

Eintrag im Gästebuch der Manufaktur
In einem Multi-Media-Vortrag mit Live-Musik von Thommy Balluff zeichnet Christoph Wagner die 50jährige Geschichte des Clubs Manufaktur nach. Wagner, Autor von „Der Klang der Revolte – die magischen Jahre des westdeutschen Musik-Underground“ und „Träume aus dem Untergrund – Als Beatfans, Hippies und Folkfreaks Baden-Württemberg aufmischten“, hat wochenlang das Archiv der Manufaktur durchforstet und dabei rare Fotos und Dokumente ans Tageslicht gefördert, die er für das Jubiläumsbuch „50 Jahre Club Manufaktur“ verarbeitet hat und die nun seinen Vortrag illustrieren werden. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Thommy Balluff an Synthesizer, Keyboard und E-Piano. Der Stuttgarter ist eine der prägenden Gestalten der südwestdeutschen Undergroundszene der letzten 50 Jahre. Er hat bereits  
                                                                
                                                                                                                                                         Eintrag im Gästebuch der Manufaktur
1967 Beatmusik mit Muli & His Misfits gemacht. In den 70ern spielte er Underground-Rock und 3 Alben mit dem Trio exmagma ein und machte danach Punk und New Wave mit der Fuckin’ Gute Bürger Band. Balluff ist in den 70er Jahren viele Male mit exmagma im Schorndorfer Jugendzentrum Hammerschlag aufgetreten.



Mittwoch, 2. Mai 2018, ab 20.00 Uhr

Sunday, 11 February 2018

CLUB MANUFAKTUR zum 50. Geburtstag

MANU@50

Gestern Abend eine tolle Jubiläumsfeier erlebt zum 50. Geburtstag der 'Manufaktur' in Schorndorf. Recht erträgliche Reden vernommen, viele alte und neue Bekannte getroffen (und zwei gleich miteinander verwechselt - oh, wie peinlich!), das hochkarätige Silke Eberhard Trio genossen, das Buch „50 Jahre Club Manufaktur in Dokumenten und Interviews“ zum ersten Mal in den Händen gehalten (tolle Fotos, tolles Design und ganz passable Texte), dazu mich am Kalender mit den Cartoons von Jeffrey Lewis und seinem 'Manu'-Song erfreut, und auf der Bühne keinen Blackout gehabt (uffff!).







Das Buch und der wunderbare Kalender (das wird einmal ein 'collector's item') ist ab jetzt in der Manufaktur zu haben und in vielen Buchläden in der Umgebung. Wärmstens empfohlen!!!! Bis Ende Februar kostet das Buch 15 Euro, danach 19 Euro. Also beeilt euch!







https://www.club-manufaktur.de/programm/kalender/vorschau/veranstaltungen/detail_vorschau/50-jahre-manufaktur-der-festabend.html

Weitere Jubiläumstermine dort:

14. April 2018 Konzert mit Jeffrey Lewis, der dort zum ersten Mal 'live' seinen Song zur 50jährigen Geschichte der Manufaktur vorstellen wird.

Am 28. Juli 2018 ist dann ein Riesen-Stadtfestival in Schorndorf mit Topprogramm und 'for free'. Kann es noch Besseres geben?

Und bis dahin noch viele fantastische Konzerte mit u.a. Chad Vangaalen, Yo La Tengo, Hazmat Modine usw.






Sunday, 15 December 2013

BEST of 2013: Konzertveranstalter empfehlen

Die besten Sounds 2013

CD-Empfehlungen zu Weihnachten von Konzertveranstaltern und Programmmachern aus dem Südwesten. Diese Leute müssten es ja eigentlich wissen, hören sie doch Tag für Tag Musik ‘live’ und auf Platte.

                                                                    Harris Eisenstadt - eine der Emfpehlungen 2013




Ulrike Tyrs, Ateliers im Alten Schlachhof, Sigmaringen

Dieses Jahr spielte im Rahmenprogramm der kleinen Landesgartenschau in Sigmaringen der Elektroniker Hans Joachim Irmler in den Ateliers im Alten Schlachthof. Irmler ist mit seinem Faust-Studio in Scheer ja quasi unser Nachbar und brachte den ehemaligen Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit mit. Das Konzert wurde mitgeschnitten und wird sich in Teilen auf dem neuen Album der beiden wiederfinden, das allerdings erst im neuen Jahr erscheint. Deshalb empfehle ich die Einspielung der Neuen Wiener Concert Schrammeln, die im Oktober unsere Gäste bei einem gemeinsamen Konzert mit dem SWR waren. “Kronjuwelen” (No Food Factory) heisst ihre CD, die Schrammelmusik aus den Kronländern der ehemaligen Donaumonarchie aufs sensibelste präsentiert. Eine exquisite Melanche von Volks- und Kammermusik.


Werner Büche, Vorsitzender des ‘Jazz Club 56’, Lörrach

Seit der Gründung 1956 bin ich mit einer zweijährigen Unterbrechung der 1. Vorsitzende unseres Clubs. Begonnen hat alles bereits kurz nach Kriegsende mit Schallplattenabenden, wo damals noch Schellackplatten gespielt wurden. In Lörrach hatten wir ja das Glück, die Schweizer Radiosender empfangen zu können und dort auch Jazzsendungen zu hören. Wenn ich auf 2013 zurückblicke, war wohl Paul Kuhn mit seinen All Stars und dem Babelsberger Filmorchester das Highlight. Dieser Auftritt im Lörracher Burghof war Kuhns letzter Auftritt mit dieser Großformation von 30 Musikern vor seinem Tod. Wir haben mit ihm nach dem Konzert noch über seine zukünftigen Pläne gesprochen. Er hat uns auch von seiner neuen CD erzählt, die er im legendären Columbia Studio in Los Angeles aufgenommen hat. Als Lieblings-CD des Jahres würde ich deshalb Paul Kuhns "L.A. Session" auswählen.


Rudolf Kolmstetter, Vorsitzender Jazzclub Singen

Es gab aus allen Jazzbereichen CDs, die mir besonders gefallen haben, so die neue CD von Chucho Valdes & The Afro-Cuban Messengers. Das war mein Sommer-Hit. Aber dieses Jahr habe ich eine Entdeckung gemacht: Den kanadischen, in New York lebenden Schlagzeuger Harris Eisenstadt mit seinen verschiedenen Projekten. 2013 sind zwei Alben von ihm erschienen: Einmal mit seinem Quintett "Canada Day" und dann eine Einspielung seines "September Trios” mit dem immer besser werdenden Tenorsaxofonisten Ellery Eskelin und der Pianistin Angelica Sanchez, die ich auf diesem Weg entdeckt habe. Natürlich habe ich Eisenstadt und seine "Canada Day"-Band für ein Konzert am Fr. 14.11. 2014 nach Singen eingeladen.





Friedhelm Schulz, Jazzclub Villingen
Hier spielen drei alte Hasen im Jazzgeschäft, bei denen sich anspruchsvolles Musizieren mit einer gehörigen Portion Unterhaltsamkeit vereint. Zwischen gekonnt gespielten Dissonanzen und wohligen Klangbildern, pendelt die Musik des Trios Bebelaar / Joos / Lenz, das im Sommer 2013 ihre CD „A Book of Family Affairs“ eingespielt hat.  Beim Konzert im Villinger Jazzkeller, wo ich den Pianisten Patrick Bebelaar, den Trompeter Herbert Joos und den Bassist Günter Lenz vor einigen Monaten gemeinsam sah, war ich ebenso begeistert, wie alle anderen Zuhörer. Und die CD, die nun vorliegt, ist überaus hörenswert – nicht nur für Jazzfans.





Andreas Roth, Kulturzentrum Franz K, Reutlingen

Lieblingsplatte – das klingt ein wenig nach Heiligtum. Mein Favorit 2013 ist „For Sale“ der US-Band East Cameron Folkcore (Label: Grand Hotel Van Cleef / Indigo), auf der zehn junge Menschen mit einer kaum zu beschreibenden Mischung aus Springsteen-artigem Rock, Folklore, Anti-Folk und Southern-Punk ihre heilige Wut darüber, wie die (westliche) Welt eingerichtet ist, kollektiv heraus schreien. Banjo mit krachender Gitarre, Posaune mit rumpelnden Trommeln, Mandoline mit Brüllgesang – alles geht zusammen und erzeugt eine unglaubliche Intensität. Aber nicht in einer Kunstwelt, sondern ganz nah an der Wirklichkeit dran.




Werner Schretzmeier, Theaterhaus, Stuttgart
Als ich das Album „Country Preacher“ von Cannonball Adderley Anfang der 70er Jahre erstmals hörte, hat sich mir die Platte gleich eingeprägt. Ich lege sie bis heute immer wieder auf. Sicherlich ist auch die Tatsache, daß ich damals Joe Zawinul traf, ein wichtiger Grund meiner Begeisterung. Zawinul, der der Musikwelt so großartige Kompositionen wie die Mega-Hits „Mercy, Mercy, Mercy“ und „Birdland“ hinterlassen hat, war einer der ersten weißen Musiker, der von der afro-amerikanischen Musikszene als „Brother“ bezeichnet wurde. Auf „Country Preacher“  ist Zawinul als Pianist des Cannonball Adderley Quintets zu hören, dem er einige Jahre angehörte. Die Platte wurde live aufgenommen, 1969 in einer Kirche in Chicago. Das Ganze wird moderiert von Jesse Jackson, dem Bürgerrechtler. Er spricht auf dieser Platte vom „Brother“ Joe Zawinul. Eine größere Würdigung hat Zawinul, nach seinen eigenen Worten, nie bekommen, obwohl er mit Preisen und Anerkennungen überschüttet wurde. „Country Preacher“ –  großartige, lebensfrohe Musik, aufgenommen in einer Zeit bedeutender gesellschaftspolitischer Umbrüche weltweit.


Werner Hassler, Club Manufaktur, Schorndorf

Mein Lieblingsalbum 2013 heißt ‘Wed21’ und ist von der teilweise in Paris aufgewachsenen Argentinierin Juana Molina. Zufällig bin ich im Plattenladen beim Stöbern darauf gestoßen, wegen dem eigenwilligen Cover und dem wunderbar auszusprechenden Namen. Die Musik ist noch viel eigenwilliger und deshalb extrem faszinierend. ‘Experimentelle Folktronica’ könnte man sie vielleicht nennen, aber genau dieses Problem der schwierigen Kategorisierung macht bereits großen Spaß. Später erfahre ich, dass ‘Wed21’ bereits Molinas sechstes Album ist und freue mich darauf, ein weiteres unentdecktes Feld zu erforschen. Hoffentlich klappt es mit dem anvisierten Konzert von Frau Molina im nächsten Jahr in der Manufaktur.



Der Beitrag erschien zuerst im Schwarzwälder Boten, große Tageszeitung im Südwesten


Friday, 15 November 2013

Radio Radio Radio: BLACK SABBATH in Schorndorf - 45 Jahre Club Manufaktur

SENDUNG:

SWR 2, MUSIKPASSAGEN -  SONNTAG, 8. DEZEMBER 2013, 23:03 - 24:00

Black Sabbath in Schorndorf

45 Jahre Club Manufaktur

von Christoph Wagner


Ende der 60er Jahre war die “Manufaktur” in Schorndorf vielleicht der heißeste subkulturelle Club in Deutschland: Black Sabbath, Taste mit Rory Gallagher und The Nice mit Keith Emerson traten dort auf, in Räumlichkeiten, die fast aus den Nähten platzten. Mit dem Jugendzentrum 'Hammerschlag' kam 1970 noch ein weiterer Veranstaltungsort für Rockkonzerte dazu. Das Publikum kam von weit her und verhalf Schorndorf zu dem Ruf, ein Mekka der Rockmusik zu sein. 45 Jahre später bietet die “Manufaktur” immer noch Musik vom Feinsten: The White Stripes absolvierten dort 2002 ihre ersten Auftritt in Deutschland, und 2007 war CocoRosie zu Gast. Heute begreift sich der Club allerdings nicht mehr als eine Bastion der jugendlichen Protestkultur, sondern als ein modernes Kulturzentrum, das alle Altersgruppen eingezieht. Es kommen zu Wort: Werner Schretzmeier (einer der Gründer der Manufaktur), Werner Hassler (aktueller Programmmacher der Manufaktur), Büdi Siebert (einst Musiker mit 'Puppenhaus') und Andy Goldner (einst Musiker mit 'Exmagma').  

                                                                                                                             The Nice

SWR 2, MUSIKPASSAGEN -  SONNTAG, 8. DEZEMBER 2013, 23:03 - 24:00

Monday, 23 September 2013

Lesung mit Fotos, Filmen & Musik: KLANG DER REVOLTE


Christoph Wagner: KLANG DER REVOLTE 'live'

Am Mittwoch, 9. Oktober 2013 (20 Uhr)gibts meinen Vortrag "Der Klang der Revolte - wie die Rockmusik in die südwestdeutsche Provinz kam' mit raren Bilder und Live-Musik von Fifty-Fifty (Minimal Loop Jazz mit Manfred Kniel, dr & Ekkehard Rössle, sax) in Tübingen im Club Voltaire in der Haaggasse. Veranstalter ist der Club Voltaire und das Sudhaus.

Weitere Infos: http://www.sudhaus-tuebingen.de/aktuell/13535.php

                                                                              Edgar Broughton Band, 1970

Am Donnerstag, 10. Oktober 2013 bin ich dann solo mit einer Lesung (plus Fotos, Filmen und rare Musikaufnahmen) in der Manufaktur in Schorndorf - einem für die südwestdeutsche Subkultur wichtigen Ort. Der Vortrag wird auf die frühe Geschichte des Clubs Manufaktur bzw. des Jugendzentrums Hammerschlag in Schorndorf besonders eingehen. Schorndorf war in den frühen siebziger Jahren die Rockhauptstadt in Südwestdeutschland, wo Bands wie Black Sabbath, The Nice, Taste und Jeff Beck sich die Türklinke in die Hand gaben.

Weitere Infos: http://www.club-manufaktur.de/programm/vorschau.html