Showing posts with label Alter Schlachthof Sigmaringen. Show all posts
Showing posts with label Alter Schlachthof Sigmaringen. Show all posts

Friday, 21 June 2024

Sunday, 25 July 2021

Doppelkonzert: Brthr & Embryo

30+ Jahre ALTER SCHLACHTHOF Sigmaringen

BRTHR und EMBRYO in Hochform

BRTHR    Fotos: Rose Revitt + Christoph Wagner


Wenn man ein Freiluftkonzert veranstaltet, richten sich die Augen am Tag der Veranstaltung gen Himmel. Die Wettervorhersage ließ am Samstag Schlimmes befürchten, doch es kam anders. Nach einem kräftigen Guß am Nachmittag, hielt das trockene Wetter an und das Doppelkonzert mit Brthr und Embryo im Sigmaringer Schlachthof wurde zu einem entspannten Erlebnis, das in Erinnerung bleiben wird als nachgeholte Feier zum 30. Jubiläum des Sigmaringer Schlachthofs als Kulturzentrum. 




Die beiden Bands, so unterschiedlich im Stil, bewiesen ihre Extraklasse: Brthr mit abgehangenem Southernrock und einfühlsamen Songs, Embryo mit ihrem Weltmusik-Jazzrock, bei dem Spontanität und Experimentierlust das musikalische Geschehen bestimmen. Das Publikum nahm beide Bands mit Begeisterung auf. Der ganze Abend – im wieder einmal sehr angenehmen Ambiente des alten Schlachthofs – wurde zu einem wirklich eindrücklichen musikalischen Ereignis. Hoffentlich erlaubt das Pandemie-Geschehen bald wieder mehr solcher Konzerte. 





Tuesday, 6 July 2021

24/7: Doppelkonzert von Embryo und Brthr

Verjüngt und neu aufgestellt

 

Das Kulturzentrum Alter Schlachthof in Sigmaringen holt sein 30jähriges Jubiläum mit einem Doppelkonzert von Embryo und Brthr nach



 

cw. Das Jubiläum zum 30jährigen Bestehen des Sigmaringer Kulturzentrums Alter Schlachthof hätte schon vor einem Jahr stattfinden sollen, doch dann machte die Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Am Samstag, den 24. Juli (Beginn: 18 Uhr) nimmt man jetzt einen zweiten Anlauf mit einem Doppelkonzert vor begrenzter Zuschauerkulisse und mit zwei interessanten Bands: den verjüngten Krautrockpionieren Embryo sowie Brthr, eine Band aus Stuttgart, die in letzter Zeit mit ihrem abgehangenen Southernrock für Furore sorgte.


 Embryo 2021


Embryo hat sich in den letzten Jahren neu erfunden. Nach dem Tod von Bandleader Christian Burchard vor drei Jahren hat dessen Tochter, die schon Jahre lang mit Embryo unterwegs war, das Ruder übernommen und die Band verjüngt und neu aufgestellt. Damit hat der Weltmusikjazzrock von Embryo neue Kraft gewonnen, was die Gruppe zu einer der heißesten Formationen der aktuellen deutschen Szene macht. Selbst in den USA regte sich Interesse: Der Starproduzent Madlib der amerikanische Hiphop-Szene nahm die Münchner Band unter Vertrag, um ihr neues Album „Auf, auf“ auf seinem Label Madlib Invazion zu veröffentlichen. Auch wenn die Pandemie die Konzertaktivitäten fast völlig zum Erliegen brachte, war die Gruppe nicht untätig, sondern hat etliche Videos produziert, dazu zwei Album, die die Musiker in Hochform zeigen. Mit dabei ist Gitarrist Jan Weissenfeldt – Künstername: JJ Whitefield –, der sich mit seinem Bruder und The Poets of Ryhthm bzw. The Whitefield Brothers als Erneuerer des Funk international einen Namen gemacht hat.


Brthr




 

Im Gegensatz zu Embryo ist Brthr eine junge Band aus Stuttgart, die erst seit ein paar Jahre besteht. Ihr drittes Album „High Times For Loners“ erschien 2020 und wurde von den Medium mit viel Beifall bedacht, wobei sich die Single „Speak low“ sogar zu einem Radiodauerbrenner entwickelte. Die Band um Sänger-Gitarrist Philipp Eissler und Lead-Gitarrist Joscha Brettschneider spielt einen entspannten Südstaatenrock (sie sind ja auch aus dem deutschen Süden!), der sich bei Folk, Soul, Country und Gospel bedient, Einflüsse von JJ Cale, The Band und Neil Young verrät und trotzdem einen ganz eigenen Klang besitzt. Ihre Songs sind von einfühlsamer Melodik und unaufgeregter Flüssigkeit, wobei Brettschneiders sensibles Gitarrenspiel aufhorchen läßt, das nie kreischend auf billige Effekte setzt. 

 

Um der aktuellen Infektionslage gerecht zu werden, ist das Doppelkonzert auf 130 Zuschauer begrenzt, die an zahlreichen Bierbänken und Sitzgruppen auf dem ganzen Schlachthof-Areal Platz nehmen können, wodurch das Abstandhalten gewährleistet ist. Leider ist wegen der Pandemie auch die Bewirtung eingeschränkt. Zur Feier des Tages wird zum Jubiläum ein Eintrittspreis von nur 10 Euro erhoben. 

 

Infos: https://www.schlachthof-sigmaringen.de/de/veranstaltungen/2020-2021/2021_07_24_Doppelkonzert_Embryo.php

 

 

Thursday, 5 March 2020

Konzert: Bluesgrass-Jodelsongs und Schweizer Naturjodel

Sigmaringen, Alter Schlachthof
Donnerstag, 12. März 2020 (20:00 Uhr)

SWR-Konzert: »Musik der Fremde«

Bluesgrass-Jodelsongs mit Ruben & Matt und Naturjodel aus der Innerschweiz mit der Gruppe Natur Pur


Ruben & Matt bieten im ersten Konzertteil Bluesgrass-Jodelsongs à la Coen-Brothers: Die Coen-Brothers und ihr Film »Oh brother« (mit George Clooney) haben diese Klänge zurückgebracht: die Bluegrass-Lieder der 1940er und 1950 Jahre! So schwungvoll, wild und unbändig wie Ruben & Matt spielt niemand dieses Repertoire in Europa! Um ein einziges Mikrofon gruppiert, stimmen diese neuzeitlichen Hillbillies mit ihrem unwiderstehlichen mehrstimmigen Harmoniegesang die Songs von Bill Monroe & Co an – heulende Jodler inbegriffen.

Die zweite Konzerthälfte füllt »Natur Pur« mit Naturjodel aus der Innerschweiz: Wild, authentisch, urig – so klingen die Jüüzli (=Naturjodel) der Formation. Aufgewachsen mit diesem archaischen Gesang aus dem abgelegenen Muotatal in der Innerschweiz, bilden die vier Sänger heute eine der wenigen Gruppen, die noch diesen alten, verschlungenen Gesang pflegen. Dazu spielen sie traditionelle Musik auf dem Schwyzerörgeli (=Schweizer Ziehharmonika) und dem Büchel (kleines Alphorn).
 Eintritt: 14 €  ermäßigt: 8 €

Kartenvorbestellung: info@schlachthof-sigmaringen.de

Tuesday, 27 February 2018

'TRÄUME' in Sigmaringen

'LIVE' mit Thommy Balluff (exmagma)

Foto: Joachim Schneider


Letzten Freitag war ich bei einer Multi-Media-Lesung mit dem Stuttgarter Keyboarder Thommy Balluff (exmagma) in Sigmaringen im Alten Schlachthof. Heute ist in der Schwäbischen Zeitung eine Besprechung erschienen:

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/sigmaringen_artikel,-als-black-sabbath-die-berufsschule-rockten-_arid,10826369.html

Sunday, 15 December 2013

BEST of 2013: Konzertveranstalter empfehlen

Die besten Sounds 2013

CD-Empfehlungen zu Weihnachten von Konzertveranstaltern und Programmmachern aus dem Südwesten. Diese Leute müssten es ja eigentlich wissen, hören sie doch Tag für Tag Musik ‘live’ und auf Platte.

                                                                    Harris Eisenstadt - eine der Emfpehlungen 2013




Ulrike Tyrs, Ateliers im Alten Schlachhof, Sigmaringen

Dieses Jahr spielte im Rahmenprogramm der kleinen Landesgartenschau in Sigmaringen der Elektroniker Hans Joachim Irmler in den Ateliers im Alten Schlachthof. Irmler ist mit seinem Faust-Studio in Scheer ja quasi unser Nachbar und brachte den ehemaligen Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit mit. Das Konzert wurde mitgeschnitten und wird sich in Teilen auf dem neuen Album der beiden wiederfinden, das allerdings erst im neuen Jahr erscheint. Deshalb empfehle ich die Einspielung der Neuen Wiener Concert Schrammeln, die im Oktober unsere Gäste bei einem gemeinsamen Konzert mit dem SWR waren. “Kronjuwelen” (No Food Factory) heisst ihre CD, die Schrammelmusik aus den Kronländern der ehemaligen Donaumonarchie aufs sensibelste präsentiert. Eine exquisite Melanche von Volks- und Kammermusik.


Werner Büche, Vorsitzender des ‘Jazz Club 56’, Lörrach

Seit der Gründung 1956 bin ich mit einer zweijährigen Unterbrechung der 1. Vorsitzende unseres Clubs. Begonnen hat alles bereits kurz nach Kriegsende mit Schallplattenabenden, wo damals noch Schellackplatten gespielt wurden. In Lörrach hatten wir ja das Glück, die Schweizer Radiosender empfangen zu können und dort auch Jazzsendungen zu hören. Wenn ich auf 2013 zurückblicke, war wohl Paul Kuhn mit seinen All Stars und dem Babelsberger Filmorchester das Highlight. Dieser Auftritt im Lörracher Burghof war Kuhns letzter Auftritt mit dieser Großformation von 30 Musikern vor seinem Tod. Wir haben mit ihm nach dem Konzert noch über seine zukünftigen Pläne gesprochen. Er hat uns auch von seiner neuen CD erzählt, die er im legendären Columbia Studio in Los Angeles aufgenommen hat. Als Lieblings-CD des Jahres würde ich deshalb Paul Kuhns "L.A. Session" auswählen.


Rudolf Kolmstetter, Vorsitzender Jazzclub Singen

Es gab aus allen Jazzbereichen CDs, die mir besonders gefallen haben, so die neue CD von Chucho Valdes & The Afro-Cuban Messengers. Das war mein Sommer-Hit. Aber dieses Jahr habe ich eine Entdeckung gemacht: Den kanadischen, in New York lebenden Schlagzeuger Harris Eisenstadt mit seinen verschiedenen Projekten. 2013 sind zwei Alben von ihm erschienen: Einmal mit seinem Quintett "Canada Day" und dann eine Einspielung seines "September Trios” mit dem immer besser werdenden Tenorsaxofonisten Ellery Eskelin und der Pianistin Angelica Sanchez, die ich auf diesem Weg entdeckt habe. Natürlich habe ich Eisenstadt und seine "Canada Day"-Band für ein Konzert am Fr. 14.11. 2014 nach Singen eingeladen.





Friedhelm Schulz, Jazzclub Villingen
Hier spielen drei alte Hasen im Jazzgeschäft, bei denen sich anspruchsvolles Musizieren mit einer gehörigen Portion Unterhaltsamkeit vereint. Zwischen gekonnt gespielten Dissonanzen und wohligen Klangbildern, pendelt die Musik des Trios Bebelaar / Joos / Lenz, das im Sommer 2013 ihre CD „A Book of Family Affairs“ eingespielt hat.  Beim Konzert im Villinger Jazzkeller, wo ich den Pianisten Patrick Bebelaar, den Trompeter Herbert Joos und den Bassist Günter Lenz vor einigen Monaten gemeinsam sah, war ich ebenso begeistert, wie alle anderen Zuhörer. Und die CD, die nun vorliegt, ist überaus hörenswert – nicht nur für Jazzfans.





Andreas Roth, Kulturzentrum Franz K, Reutlingen

Lieblingsplatte – das klingt ein wenig nach Heiligtum. Mein Favorit 2013 ist „For Sale“ der US-Band East Cameron Folkcore (Label: Grand Hotel Van Cleef / Indigo), auf der zehn junge Menschen mit einer kaum zu beschreibenden Mischung aus Springsteen-artigem Rock, Folklore, Anti-Folk und Southern-Punk ihre heilige Wut darüber, wie die (westliche) Welt eingerichtet ist, kollektiv heraus schreien. Banjo mit krachender Gitarre, Posaune mit rumpelnden Trommeln, Mandoline mit Brüllgesang – alles geht zusammen und erzeugt eine unglaubliche Intensität. Aber nicht in einer Kunstwelt, sondern ganz nah an der Wirklichkeit dran.




Werner Schretzmeier, Theaterhaus, Stuttgart
Als ich das Album „Country Preacher“ von Cannonball Adderley Anfang der 70er Jahre erstmals hörte, hat sich mir die Platte gleich eingeprägt. Ich lege sie bis heute immer wieder auf. Sicherlich ist auch die Tatsache, daß ich damals Joe Zawinul traf, ein wichtiger Grund meiner Begeisterung. Zawinul, der der Musikwelt so großartige Kompositionen wie die Mega-Hits „Mercy, Mercy, Mercy“ und „Birdland“ hinterlassen hat, war einer der ersten weißen Musiker, der von der afro-amerikanischen Musikszene als „Brother“ bezeichnet wurde. Auf „Country Preacher“  ist Zawinul als Pianist des Cannonball Adderley Quintets zu hören, dem er einige Jahre angehörte. Die Platte wurde live aufgenommen, 1969 in einer Kirche in Chicago. Das Ganze wird moderiert von Jesse Jackson, dem Bürgerrechtler. Er spricht auf dieser Platte vom „Brother“ Joe Zawinul. Eine größere Würdigung hat Zawinul, nach seinen eigenen Worten, nie bekommen, obwohl er mit Preisen und Anerkennungen überschüttet wurde. „Country Preacher“ –  großartige, lebensfrohe Musik, aufgenommen in einer Zeit bedeutender gesellschaftspolitischer Umbrüche weltweit.


Werner Hassler, Club Manufaktur, Schorndorf

Mein Lieblingsalbum 2013 heißt ‘Wed21’ und ist von der teilweise in Paris aufgewachsenen Argentinierin Juana Molina. Zufällig bin ich im Plattenladen beim Stöbern darauf gestoßen, wegen dem eigenwilligen Cover und dem wunderbar auszusprechenden Namen. Die Musik ist noch viel eigenwilliger und deshalb extrem faszinierend. ‘Experimentelle Folktronica’ könnte man sie vielleicht nennen, aber genau dieses Problem der schwierigen Kategorisierung macht bereits großen Spaß. Später erfahre ich, dass ‘Wed21’ bereits Molinas sechstes Album ist und freue mich darauf, ein weiteres unentdecktes Feld zu erforschen. Hoffentlich klappt es mit dem anvisierten Konzert von Frau Molina im nächsten Jahr in der Manufaktur.



Der Beitrag erschien zuerst im Schwarzwälder Boten, große Tageszeitung im Südwesten


Sunday, 21 July 2013

IRMLER & LIEBEZEIT in Sigmaringen

cw. Blauer Himmel, warmes Wetter, fulminantes Konzert: am Sonntag, den 21.7.2013 feierten Faust-Keyboarder Hans Joachim Irmler und Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit ihren Einstand als experimentelles Rockduo mit einem sensationellen Auftritt im Alten Schlachthof in Sigmaringen - viele Zuhörer, viel Applaus, entspannte Atmosphäre. Wehende Klänge und fauchende Sounds dazu die synkopischen Beats von Liebezeits menschlicher Trommelmaschine unter einem grünen Blätterbaum im nachmittäglichen Sommerwetter mit kühlender Brise - traumhaft!


Was machte das Akkordeon in der Mitte der Bühne? Warum wurde es nicht gespielt?