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Friday, 10 December 2021

KRONOS spielt PETE SEEGER online

PROTESTSONGS als KAMMERMUSIK


Meine Sendung in den 'Musikpassagen' auf SWR2 über das KRONOS QUARTET SPIELT PETE SEEGER steht jetzt online und kann nachgehört werden:

https://www.swr.de/swr2/musik-jazz-und-pop/kronos-spielt-pete-seeger-protestsongs-als-kammermusik-swr2-musikpassagen-2021-12-09-100.html

Pete Seeger, der 2014 vierundneunzig-jährig verstarb, ist eine Ikone der amerikanischen Folkmusik. Als Hommage an den Protestsänger hat das Kronos Quartet 2020 Seegers eindrücklichste Lieder mit einer Reihe von jüngeren Folksängern und Folksängerinnen noch einmal aufgenommen. Mit von der Partie waren u. a. Sam Amidon, Nikky Finney, Meklit, Brian Carpenter und Aoife O' Donovan. Sie gaben Songs wie "If I had A Hammer" oder "Turn Turn Turn" und "We Shall Overcome", eingebettet in sanfte, manchmal auch dramatische Streichertöne, eine ganz neue Farbe.

Weitere Information: 

https://christophwagnermusic.blogspot.com/2021/02/kronos-spielt-pete-seeger.html


Wednesday, 19 May 2021

BOB DYLAN@80

König im Pop-Olymp

 

Am 24. Mai feiert Bob Dylan seinen 80. Geburtstag – der amerikanische Barde mit der rauchigen Stimme ist einer der weltweit einflußreichsten Musiker der letzten Jahrzehnte

 


 

cw. Seine Songs zählen längst zum Allgemeingut und sind ins kollektiven Gedächtnis der Menschheit eingesickert. Bob Dylan hat im Laufe seiner 60jährigen Karriere eine beachtliche Liste von Liedern geschrieben, die zu Gassenhauern und Evergreens wurden und denen die Folk- und Popmusik entscheidende Impulse verdankt. „Blowin‘ in the Wind“ ist wohl sein bekanntester Song. Aber auch andere Lieder haben es in sich: „The Times They are A-Changin‘“ wurde zur Hymne des Jugendrebellion der 1960er Jahre, „A Hard Rain‘s A-Gonna Fall“ zum Protesthit gegen die Atombombe und „Masters of War“ zum ultimativen Anti-Kriegslied, was Bob Dylan zum bedeutensten Liedermacher der Gegenwart macht. 2016 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet, eine Würdigung, die ihm einen Platz im Pop-Olymp sicherte, gleich neben Elvis, den Beatles und den Rolling Stones. Am 24. Mai wird Bob Dylan 80 Jahre alt.

 

Dylan wuchs als Robert "Bobby" Zimmermann in Hibbing, Minnesota auf. Seine Großeltern waren jüdische Einwanderer aus Rußland und Litauen, die auf der Flucht vor Pogromen Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA emigriert waren. Sein Vater betrieb einen kleinen Elektro-Laden. Die Stadt hatte wenig zu bieten. Inspiriert von den Songs von Hank Williams und Gene Vincent im Radio, brachte sich der Teenager selbst das Piano- und Gitarrenspiel bei. Während seines Studiums in Minneapolis trat er mit Rock ‘n‘ Roll-Bands in Studentenclubs auf und nannte sich fortan Bob Dylan aus Bewunderung für den walisischen Dichter Dylan Thomas und auch um dem grassierenden Antisemitismus zu entgehen.


 

Anfang der 1960er Jahre wagte er den Sprung nach New York, wo in Greenwich Village in Manhattan eine lebendige Folkszene blühte. Es war eine eng geknüpfte Gemeinschaft von Bohemiens, die mehr oder weniger in den Tag hineinlebten. Politisch links gepolt, engagierten sich viele in der Bürgerrechtsbewegung – Protest war an der Tagesordnung. 
 

Das Interesse des jungen Folkmusikers entwickelte sich in zwei Richtungen. Zum einen hörte er Aufnahmen der alten, vergessenen Folk- und Bluessänger aus den 1920er Jahren und ahmte sie nach. Sein Debut-Album von 1962 ist voll von alten Balladen und Moritaten. Solche Folksongs dienten ihm als Inspiration und Vorbild für eigene Lieder. Bald schrieb er Songs, die über das Alltägliche oder konkrete Zeitereignisse hinausgingen, häufig die Grenze zwischen Realem und Fiktivem verwischten und gleichzeitig traditionell und zeitgemäß waren, dazu in Melodien gefaßt, die Ohrwurm-Qualitäten besaßen. 

 

Bob Dylan trat mit Schlaggitarre und Mundharmonika um den Hals in Kellerclubs wie dem „Gaslight“, „Folk City“ oder dem „Café Wah?“ auf, wo nach der Darbietung der Hut rumging. In diesen „schummrigen, unterirdischen Höhlen“ (Bob Dylan) hörte er die Rebellensongs der Clancy Brothers, die Protestlieder von Pete Seeger und die Gedichte des Beatpoeten Allen Ginsburg. Tagsüber arbeitete er an neuen Songs, wenn er nicht sein Idol, den Politsänger Woody Guthrie, im Krankenhaus besuchte, der an einem unheilbaren Nervenleiden litt, um ihm am Krankenbett auf Wunsch seine eigenen Lieder vorzusingen.


 

Produzent John Hammond von Columbia Records erkannte sein Talent und nahm den jungen Songwriter unter Vertrag. Der Durchbruch ließ auf sich warten. Erst mit seinem zweiten Album zeigte die Erfolgskurve nach oben. Die Medien wollten ihn zum Messias der jungen rebellischen Generation machen, ein Ansinnen, das er brüsk von sich wies. Nur Protestsänger zu sein, kam ihm wie eine Falle vor. 

 
Beeindruckt vom Erfolg der Beatles, tauschte er seine akustische Klampfe gegen eine E-Gitarre ein. Als Dylan 1965 auf dem Newport Folkfestival gemeinsam mit der Paul Butterfield Bluesband auftrat, kam es zum Eklat. „Die Anlage wurde aufgedreht, und Dylan und die Band stiegen in den ersten Song ein,“ erinnert sich Joe Boyd, späterer Schallplattenproduzent, der damals am Mischpult saß. „Das Publikum wusste nicht, wie ihm geschah: Viele hatte sicher noch nie eine derart laute Band gehört. Am Ende wurde heftig gejubelt, aber auch ziemlich gebuht.“
 
Diejenigen die da ihr Mißfallen bekundeten, waren puristische Folkfans, die Dylan nun als „Verräter“ brandmarkten. Sie kreideten ihm an, die Folkmusik ans Popgeschäft verkauft zu haben. Als er im nächsten Jahr im Zuge einer Europatournee mit der elektrischen Begleitband The Hawks in der Free Trade Hall im englischen Manchester auftrat, schallte ihm der Vorwurf „Judas!“ entgegen.

 

Inzwischen Familienvater, verließ Bob Dylan Manhattan und zog aufs Land nach Woodstock im Bundesstaat New York. Doch Fans, Schmarotzer und Revoluzzer spürten ihn auf und bedrängten ihn mit ihren Anliegen, während Paparazzis sein Haus belagerten, was seinen Alltag zum Alptraum werden ließ. Im Sommer 1967 verletzte er sich bei einem Motorradunfall so schwer, dass er eine monatelange Zwangspause einlegte. „In Wahrheit wollte ich der Tretmühle den Rücken kehren“, räumte er später ein. Er nutzte die Auszeit und verbrachte Monate mit den Hawks in ihrem Haus „Big Pink“ in der Nachbargemeinde West Saugerties, um im Keller an neuen Songs zu basteln, die gleich auf Tonband aufgenommen wurden. So entstanden die „Basement Tapes“, die von der Kritik als geglückte Mischung aus unterschiedlichen Folktraditionen wie Rock ‘n‘ Roll, Blues, Gospel, Country, Folk und Cajun gepriesen wurden. 

 
Dylans Leben war nicht ohne Krisen: Familiäre Querelen, Ehescheidungen, Schaffenskrisen, Alkoholprobleme markierten Tiefpunkte im Privatleben des Popstars, dem dennoch ab 1988 mit der Allstar-Band The Traveling Wilburys ein abermaliger Höhenflug gelang. In dieser Gruppe spielte er mit Beatle George Harrison, Tom Petty und Jeff Lynne (Electric Light Orchestra) sowie seinem alten Idol Roy Orbison zusammen. 
 

In den Jahren vor der Pandemie war Bob Dylan weltweit ziemlich rastlos unterwegs. Die Auftritte, die er mit einer verjüngten Band aus äußerst routinierten Profis bestritt, konnten recht unterschiedlich ausfallen. War Dylan gut gelaunt avancierten sie zu Glanznummern, war seine Stimmung mau, wurden die Konzerte lustlos und uninspiriert abgespult. Ohne jemals groß aufzublicken oder auch nur ein paar Worte an seine Fans zu richten, verschwand er so schnell wie möglich wieder von der Bühne. Dagegen waren seine Plattenveröffentlichungen durchgehend von solider bis exzellenter Qualität, gediegene Alterswerke, denen die Eitelkeit der Jugend völlig abging.

 



Nachdem der Troubadour 2016 sein persönliches Archiv für etliche Millionen der Universität von Tulsa überlassen hatte, gelang ihm vor einem halben Jahr noch ein spektakulärerer Coup, als er seine gesamten Verlagsrechte an allen seinen Songs an die Universal Music Group veräußerte. Geschätzter Kaufpreis: ca. 300 Millionen Dollar. Das sollte eigentlich für einen einigermaßen erträglichen Lebensabend reichen.

 

Doch Dylan ist selbst im hohen Alter noch aktiv. Seine aktuelle Veröffentlichung „Rough and Rowdy Ways“ – das 39. Studioalbum in 60 Jahren – läßt kein Nachlassen der Kräfte erkennen. Darüber hinaus betätigt er sich seit 2006 auch als Radio-Discjockey in seiner „Theme Time Radio Hour“ und ist seit neustem auch unter die Whiskey-Fabrikanten gegangen – Marke: Heaven’s Door. „Mr. Tambourine Man“ sprüht weiterhin vor Kreativität.

 

Der Text erschien zuerst im SCHWARZWÄLDER BOTE, große Tageszeitung in Südwestdeutschland.

Thursday, 8 April 2021

FUNDSACHEN: Pete Seeger

DIE SCHWÄBISCHEN WURZELN DES FOLKSÄNGERS PETE SEEGER (1919 – 2014) 


Pete Seeger erzählt im Gespräch mit Studs Terkel von seinen verwandtschaftlichen Beziehungen ins Schwabenland (in: Studs meets Music – Studs Terkel im Gespräch mit großen Musikern des 20. Jahrhunderts. Verlag Antje Kunstmann; München 2006. S. 181)




Mehr zu Pete Seeger:



Meine Sendung in den 'Musikpassagen' auf SWR2 über das KRONOS QUARTET SPIELT PETE SEEGER steht jetzt online und kann nachgehört werden:

https://www.swr.de/swr2/musik-jazz-und-pop/kronos-spielt-pete-seeger-protestsongs-als-kammermusik-swr2-musikpassagen-2021-12-09-100.html


Pete Seeger (zweiter von rechts) mit u.a. Bob Dylan und Joan Baez auf dem Newport Folkfestival 1963




Friday, 26 February 2021

KRONOS spielt PETE SEEGER

Protestsongs als Kammermusik 

Das Kronos Quartet würdigt die Folklegende Pete Seeger


 

 

 

Sie gelten als das kreativste Streichquartett der zeitgenössischen Musik. Das Kronos Quartet aus den USA kennt keine Scheuklappen. Seine Konzertprogramme greifen weit über Beethoven und Mozart hinaus und verbinden Klassik und Neutönerisches mit Jazz, Blues, Folk, Rock und Weltmusik. Die stilistische Bandbreite hat Kronos den Vorwurf der „Beliebigkeit“ eingebracht, was das Streichquartett mit dem Hinweis kontert, unzähligen Menschen den Weg zur Musik erschlossen und ihren musikalischen Horizont erweitert zu haben. Unbeirrt setzen die vier ihre Mission fort, das Repertoire des Streichquartetts auf die Höhe der Zeit zu bringen und aus dem Elfenbeinturm des klassischen Musikbetriebs zu befreien. 

 

Das Kronos Quartet besitzt einen exzellenten Riecher für neue Themen und Projekte, wobei sich die Gruppe schon lange von der Hochnäsigkeit abgewandt hat, die Welt in gute klassische und schlechte andere Musik einzuteilen. Zwischen all der Musik, die Kronos jemals aufgeführt hat, gibt es für mich keine Hierarchie, keine Über- und Unterordnung von Kunstmusik und populärer Musik, stellt Ensembleleiter David Harrington klar. Ich betrachte Volksmusik nicht in einem abwertenden Sinn. Für mich ist eine Bluesnummer von Blind Willie Johnsons eine ungeheure musikalische Erfahrungen. Kann Musik besser sein?

 

Kronos ist äußest produktiv. Nach dem Album Folk Songs von 2017, bei dem es mit verschiedenen Folksängern zusammenarbeitete, geht es jetzt noch einen Schritt weiter in diese Richtung und widmet der Folklegende Pete Seeger ein Album mit dem Titel Long Time Passing (Label: Smithsonian/Folkways). Seeger, der 2014 im Alter von 94 Jahren verstarb, war eine amerikanische Institution. Seit den 1940er Jahre nutzte er seine Lieder als Waffen im Kampf für Frieden und sang gegen soziale Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Unterdrückung an. Er trat bei Gewerkschaftsversammlungen und Streiks auf, vor Suppenküchen und bei Friedensdemonstrationen und war noch im hohen Alter im Umweltschutz aktiv. Überall auf der Welt, wo gegen Unrecht gestritten wird, gibt Seegers We shall overcome den Protestierenden Hoffnung. Der hochgewachsene Banjospieler mit dem schmalen Gesicht, der glockenklaren Stimme und dem schütteren Haar machte keinen Unterschied: als Musiker verstand er sich als politischer Aktivist. Er glaubte an die gesellschaftsverändernde Kraft seiner Lieder. 


 


Nach dem Muster von Folk Songs ist auch das aktuelle Seeger-Album gestrickt. Kronos taucht Folkhymnen wie We shall overcomeoder If I had a hammer in exquisite Streicherklänge, während die friends, darunter die Spanierin Maria Arnal, der Folksänger Sam Amidon und der Veteran Lee Knight, in die Rolle von Pete Seeger schlüpfen, um dem jeweiligen Song so viel Ausdruckskraft wie möglich zu verleihen. 

 

Für die Arrangements der Stücke zeichnet der Jazzmusiker Jacob Garchik verantwortlich, der Hausarrangeur von Kronos. Wenn Kronos ein neues Projekt in Angriff nimmt, bespreche ich mit den Musikern das Thema, erzählt Garchik. Danach beginnt für mich eine intensive Phase der Recherche. In diesem konkreten Fall las ich Bücher über Pete Seeger, hörte viele seiner Schallplatten, versuchte mehr über die Zeitumstände zu erfahren, in denen ein bestimmtes Lied entstanden ist. Das alles beeinflußt meine Arrangements, wobei das Ziel ist, die Stimmung, die Gefühle und die Atmosphäre des jeweiligen Lieds präzise einzufangen.

 

Die Arrangements von Garchik gespielt von den Meistergeigern des Kronos Quartets lassen die Lieder des alten Haudegens Pete Seeger in neuem Licht erscheinen mit Klängen, die auch für Folkmuffel einiges zu bieten haben. 


Meine Sendung in den 'Musikpassagen' auf SWR2 über das KRONOS QUARTET SPIELT PETE SEEGER steht jetzt online und kann nachgehört werden:

https://www.swr.de/swr2/musik-jazz-und-pop/kronos-spielt-pete-seeger-protestsongs-als-kammermusik-swr2-musikpassagen-2021-12-09-100.html

 

Wednesday, 29 January 2014

PETE SEEGER (1919 - 2014) remembered

Pete Seeger and family on their way to a gig in 1962 at Caffé Lena in Saragota Springs, New York (Foto: Joseph Deuel)

SAM CHARTERS, writer of numerous books about the blues


Yes, I knew Pete.  The world of folk music was very small in those days, and we all knew
each other. Also, both Pete and I were close
to Folkways, beginning in the mid-1950s when Moe Asch began releasing recordings I'd done.  Pete had a kind of innocence that most of us lose somewhere along the way, and he still believed that there was a path there for us to take, and he would help us find it.  I don't know of anyone who could lead people of such different attitudes and opinions along that path - at least for part of the way.  I never sat in an audience where people didn't sing when he set them into different singing groups and in two or three minutes we all were following that enthusiastic voice wherever he was leading us.  Pete and I also knew each other through the singers and the performers I was recording for - first Fokways, then Prestige Records and Vanguard Records.  If there was something exciting that I'd been involved with, I could expect a phone call from Pete.  What I learned from him was that just one person can make a difference, and you don't ever stop.

HAPPY TRAUM, musician with Bob Dylan in the 60s


"I don't know where I'd be today if it wasn't for Pete Seeger. I’m pretty sure I wouldn't have started singing folk songs or playing the guitar and banjo, and there certainly would not have been a lifetime of writing, performing, traveling, teaching and innumerable musical adventures. I might not have even met Jane, whom I originally encountered through folk music and who has shared my life for more than half a century. I owe it all to Pete.

Back in 1954, some high school friends took me to a concert at the Brooklyn Academy of Music. There, on stage, was this tall, skinny guy, standing alone in the spotlight before hundreds of young people, playing his long-neck banjo and singing for, and more importantly with, the crowd. He sang about all manner of things that I had never heard addressed before, and  his energy, enthusiasm and engagement with the audience captivated me, electrified me. I suddenly saw music in a whole new light. It could address social issues and relate to the joys and sorrows, the history and universality, of people everywhere. I watched Pete on stage and I thought, “I can do this too!” As I sang along on "Wimoweh," "Wasn't That a Time,"  "If I Had A Hammer," and "Irene Goodnight,” I felt the thrill of being part of something vast and important. I thought that music was going to change the world.

The next day, I went out and bought a guitar. I found out about Washington Square, went to "hoots" and folk concerts, learned hundreds of songs and sang them with the image of Pete peering over my shoulder. I tried to approximate his stance, his instrumental style, and his cheer-leader's approach to group singing. I sang only songs I thought Pete would approve of, and wore his records thin -- "Darlin' Cory," "The Goofing Off Suite," "Sodbuster Ballads," and anything I could get my hands on by the Weavers. I sang of solidarity with unions, even though I wasn't a worker; peasant chants - and I certainly wasn't a peasant (never even met one). I sang songs in bad Korean, unintelligible Swahili, broken Hebrew, and other languages that Pete sang in. I was one with the miners, the farm hands, the pioneers, the whalers (still politically correct in those days), the “people.”

From the perspective of today, this all seems naive and hopelessly out-dated, but
somewhere deep inside my soul the eternal optimism of Pete's songs still rings
true. I think of those old days as sunny and warm, filled with camaraderie,
friendship and idealism, with Pete's warm voice, gentle humor and thrilling banjo leading our way to a better world. And even if that new world doesn't materialize in our lifetime, I know that one sixteen-year-old's life was irrevocably changed by the revelation of a lone man on a wide stage, singing his songs and becoming one with his audience. Thanks Pete. I'll be forever grateful.



Jeffrey Lewis, Anti-Folk-Singer, New York City
                                                                                                                                     Foto: Manuel Wagner

"In the rock and roll world where rebellion is supposed to go together with dying young, Pete Seeger was an opposite example, showing how much real work it takes to be genuinely revolutionary (not just rebellious) AND keep it up for year after year, decade after decade.  If Pete Seeger had been in the "27 club" he would have died in the 1940s, can you imagine that?!?  Jim Morrison and Kurt Cobain and all those other "rebellious" icons just look like tiny specks compared to a man like Pete who had to keep the spirit and body and dedication and focus and compassion strong for an additional two lifetimes, not just for himself but for the whole world to whom he gave more than most mere musicians can ever hope to.  For young artists of today it's only a small fraction of the picture if you only know the Pete Seeger of his 80s and 90s, or even if you only know the songs from the Weavers; for myself I had mostly given him credit as an omni-present activist more than as a performer until I eventually heard the Almanac Singers recordings and some of Pete's solo recordings to hear what I felt to be his more powerful and resonating material."

Tom Paley, New Lost City Ramblers, London

"I knew Pete Seeger back in the 1940s. I think he was a great man and a true idealist, as well as an important influence on those of us starting out in the world of traditional folk-music. He was always friendly and supportive. Even without him, I'm sure I would have continued in the folk-music field, but his influence was an important factor."


Rennie Sparks, The Handsome Family,  Albuquerque / New Mexico


"Mostly I'm amazed that there was a recent time in American history when Pete Seeger was seen as a dangerous bad guy."