ALEX NEILSON (Glasgow, Scotland / Drummer, Singer and Songwirter of Trembling Bells, Crying Lion und Death Shanties)
2014 has been a bumper year for killer new releases from friends and collaborators: New Bums' "Voices from Rented Room", Elisa Ambrogio's "The Immoralist" and Current 93's "I Am The Last Of The Field That Fell" to name a few.
But the release that's really got my needle trembling is Columbia records reissue of "The Complete Basement Tapes" by Bob Dylan. A vast repository of folk and country songs, improvisations, songs written on the fly- this is Dylan at his most relaxed and creatively fertile. Slipping off the manacle of his "voice of a generation" legend and drinking directly from the wellspring of creative abundance. All inventively and sensuously brought to life by The Band.
Friday, 7 November 2014
Best Of 2014: JUSTIN ADAMS
Justin Adams (Bath, UK / guitarist of Robert Plant & The Sentational Space Shifters)
1. Tune-Yards: Nikki Nack
I just discovered them very recently -I always like heavy percussion grooves with Female vocals from Iko Iko to Berber tribes , this is a very contemporary and intelligent version.
2. James Hood: Celebration
I don't like New Age music or the Hang drum ( a kind of Swiss hippy version of a Steel Drum) but this album managed to overcome my prejudices and sounds beautiful in my house. Rhythmic ambient music.
3. Angel Haze: Dirty Gold
My son keeps me in touch with Hip Hop and Dubstep , which is where I feel the real new Rock and Roll is. Angel Haze is a female rapper with some great beats and strong attitude.
4. Fofoulah / drummer Dave Smith
Plays with me in the Robert Plant band and previously Juju- this is his other project which mixes Senegalese Sabar rhythms with cool electronic sounds and some loose limbed polyrhythmic playing.
Thursday, 23 October 2014
ORLANDO JULIUS trifft die HELIOCENTICS
Psychedelisches
Afrika
Orlando Julius & The Heliocentics mit neuem Album

cw. 1963 kehrte ein
junger Mann vom Musikstudium in London nach Nigeria zurück. Gelegentlich half der Trompeter bei den Modern Aces aus, einer
Afro-Soul-Band angeführt vom Saxofonisten Orlando Julius, die regelmäßig in den
Nachtclubs und Hotels von Ibadan und Lagos auftrat. Fela Kuti hörte genau hin,
wechselte zum Saxofon und hob bald seine eigene Band aus der Taufe, mit der er
zum weltweit berühmtesten Vertreter des “Afrobeat” wurde.
Seinem früheren
Bandleader Orlando Julius war nicht soviel Ruhm beschieden. Mitte der siebziger
Jahre wanderte Julius in die USA aus, wo er 25 Jahre lebte und in Vergessenheit
geriet. Im Zuge des aktuellen Afrobeat-Revival wurden die frühen Schallplatten des
Saxofonisten neu aufgelegt, was ihm abermals eine gewisse Aufmerksamkeit
bescherte. Jetzt hat ihn die englische Formation The Heliocentrics noch stärker
ins Rampenlicht gerückt.
Für die Londoner Band
um den Drummer Malcolm Catto war Julius immer ein Leitstern gewesen. Als die Gruppe
nun mit ihrem Idol ins Studio ging, um ein paar seiner Klassiker neu
einzuspielen, ging ein Traum in Erfüllung. Die Heliocentrics erwiesen sich als
exzellent eingespielte Truppe, deren Rhythmusteam wie eine gut geölte Maschine
funktioniert, die höchste Präzision mit reibungsloser Selbstverständlichkeit verbindet.
Der vielstimmige Bläsersatz bringt mit messerscharfen Einwürfen die Musik zum Kochen,
die Orgel webt psychedelische Klangfäden ein, während Orlando Julius seine
markanten Saxofonlinien bläst, deren klare Melodieführung an Soul-Saxofonisten
wie King Curtis oder Jr. Walker erinnern. Im
Team mit Orlando Julius ist den Heliocentrics eine Einspielung voller Drive,
Energie und Ausdruckskraft gelungen.

Für die Londoner Band
um den Drummer Malcolm Catto war Julius immer ein Leitstern gewesen. Als die Gruppe
nun mit ihrem Idol ins Studio ging, um ein paar seiner Klassiker neu
einzuspielen, ging ein Traum in Erfüllung. Die Heliocentrics erwiesen sich als
exzellent eingespielte Truppe, deren Rhythmusteam wie eine gut geölte Maschine
funktioniert, die höchste Präzision mit reibungsloser Selbstverständlichkeit verbindet.
Der vielstimmige Bläsersatz bringt mit messerscharfen Einwürfen die Musik zum Kochen,
die Orgel webt psychedelische Klangfäden ein, während Orlando Julius seine
markanten Saxofonlinien bläst, deren klare Melodieführung an Soul-Saxofonisten
wie King Curtis oder Jr. Walker erinnern. Im
Team mit Orlando Julius ist den Heliocentrics eine Einspielung voller Drive,
Energie und Ausdruckskraft gelungen.
Orlando
Julius with The Heliocentrics: Jaiyede Afro (Strut)
Die Besprechung erschien zuerst in der NZZ.
Friday, 10 October 2014
RADIO RADIO RADIO: Blues Südwest
Sonntag, 19. Oktober 2014 / 23:03 – 24:00 Uhr
SWR2 Musikpassagen
John Lee Hooker in Bad Urach
Die Anfänge des Blues im deutschen Südwesten
John Lee Hooker mit Jim Kahr in Urach (Fotoalbum J. Kahr)
John Lee Hooker mit Jim Kahr in Urach (Fotoalbum J. Kahr)
von Christoph Wagner
Am Sonntag, den 20. Juni 1976 stand Urach Kopf. Schon am Nachmittag strömten Hunderte von jungen Leuten in die Ermstalhalle, um den amerikanischen Bluesstar John Lee Hooker mit seiner Band zu erleben. Der Auftritt bildete den Höhepunkt einer ganzen Reihe von Konzerten, die das Städtchen am Fuße der Schwäbischen Alb zu einem Zentrum des Blues machte. Allerdings begann es schon früher. Bereits in den 60er-Jahren hatte das "American Folk Blues Festival" erstmals die Musik aus dem Mississippi-Delta nach Baden-Baden, Heilbronn und Stuttgart gebracht. Anfang der 70er-Jahre trat dann Alexis Korner häufig zwischen Heidelberg und dem Bodensee auf, ebenso der schwarze Barrelhouse-Pianist Champion Jack Dupree aus New Orleans, der in der Bundesrepublik eine neue Heimat fand. Zeitzeugen wie Dietmar Schrade (Jugendclub Meeting Gomadingen) und Viktor Bröske (Club Monasterie Esslingen) erinnern sich, und Gitarrist Jim Kahr erzählt von seinen Abenteuern mit John Lee Hooker und spielt exklusiv einen 'Hooker-Boogie' auf der akustischen Gitarre.
Am Sonntag, den 20. Juni 1976 stand Urach Kopf. Schon am Nachmittag strömten Hunderte von jungen Leuten in die Ermstalhalle, um den amerikanischen Bluesstar John Lee Hooker mit seiner Band zu erleben. Der Auftritt bildete den Höhepunkt einer ganzen Reihe von Konzerten, die das Städtchen am Fuße der Schwäbischen Alb zu einem Zentrum des Blues machte. Allerdings begann es schon früher. Bereits in den 60er-Jahren hatte das "American Folk Blues Festival" erstmals die Musik aus dem Mississippi-Delta nach Baden-Baden, Heilbronn und Stuttgart gebracht. Anfang der 70er-Jahre trat dann Alexis Korner häufig zwischen Heidelberg und dem Bodensee auf, ebenso der schwarze Barrelhouse-Pianist Champion Jack Dupree aus New Orleans, der in der Bundesrepublik eine neue Heimat fand. Zeitzeugen wie Dietmar Schrade (Jugendclub Meeting Gomadingen) und Viktor Bröske (Club Monasterie Esslingen) erinnern sich, und Gitarrist Jim Kahr erzählt von seinen Abenteuern mit John Lee Hooker und spielt exklusiv einen 'Hooker-Boogie' auf der akustischen Gitarre.RADIO RADIO RADIO: Jazz auf der Lower East Side
Deutschlandfunk, 23. Oktober 2014 / 21:05-22:00
Jazzfacts:
Klanglabor des modernen Jazz
- Die Lower East Side von Manhattan
Die Lower East Side von Manhattan war
ursprünglich ein Slum, in dem Einwanderer ihre erste Bleibe fanden. In den
50er-Jahren siedelten sich wegen der billigen Wohnungen viele Jazzmusiker dort
an. Darüber hinaus entstanden Jazzclubs wie das Five Spot, das von Cecil Taylor
1957 eröffnet wurde und wo Thelonious Monk regelmäßig auftrat. In den
60er-Jahren wurde der New Yorker Stadtteil zum Zentrum der Freejazz-Revolution,
die eine Dekade später von der Loft Szene abgelöst wurde, die eine kreative
Explosion auslösten. Der Saxofonist Sam Rivers war einer ihrer 'movers and
shakers', der das Studio 'Rivbea' betrieb, wo die atemberaubensten Konzerte stattfanden.
Die Gruppe Muntu im Studio Rivbea, 1978
Die Gruppe Muntu im Studio Rivbea, 1978
Später siedelten sich dann die Cliquen um John Zorn und Elliott Sharp
dort an, die in kleinen Galerien und Musikclubs wie der Knitting Factory
auftraten. Inzwischen haben explodierende Mietpreise die alternative Jazzszene
mehr und mehr aus dem südlichen Teil von Manhattan vertrieben. Heute halten nur
noch ein paar wenige Konzertlokale wie The Stone die Erinnerung an die kreative
Blütezeit dieser Gegend wach. Christoph Wagner zeichnet ein Bild von Geschichte
und Gegenwart des Klanglabors Lower East Side. Es kommen zu Wort: Sam Charters,
Barry Altschul, Juini Booth, Roswell Rudd, Jay Clayton, Peter Kowald und Bernard Stollman
(ESP label).
Monday, 29 September 2014
AUGEundOHR: weibliche COUNTRYBAND
Dick's Pine Ridge Mocking Birds, early all female Countryband, 1937
CD-TiPP:
Various Artists - FLOWERS IN THE WILDWOOD / WOMEN IN EARLY COUNTRY MUSIC (Trikont)
CD-TiPP:
Various Artists - FLOWERS IN THE WILDWOOD / WOMEN IN EARLY COUNTRY MUSIC (Trikont)
Monday, 22 September 2014
SYLVIE COURVOISIER: Erstes Trioalbum
Pianistische
Fantasien
Dabei
lotet die Pianistin die ganze Bandbreite der Jazzstile aus. Das Spektrum reicht
von schnörkellosem Swing bis zu freiem Powerplay und beschwört die gegensätzlichsten
Stimmungen herauf – von versonnen bis aufbrausend. Schon im Eröffnungsstück
stehen sich zwei Motive gegenüber: ein eher zupackend-markantes reibt sich an
einem träumerisch-romantischen. Manchmal durchzucken dabei schrille Akkorde wie
grelle Blitze die musikalische Landschaft.
Mit
Drew Gress am Baß und Kenny Wollesen am Schlagzeug hat sich die 46jährige der
Unterstützung von zwei der besten Sideman der New Yorker Szene versichert. Die beiden sind in der Lage, den
Tastenexkursionen bis in die feinsten Verästelungen zu folgen, verstehen aber
auch solistisch Akzente zu setzen. Das Rhythmusteam bringt einen elastischen
Swing in die Musik ein und schafft so eine geschmeidige Grundlage, auf der Courvoisier
ihre pianistischen Fantasien ausleben kann. Manchmal greift sie ins Innere des
Flügels und läßt einzelne Töne metallisch aufklingen, um blitzschnell wieder
zur konventionellen Klanglichkeit zurückzukehren. In ihrer Spielweise fließen
vielerlei Einflüsse zu einer individuellen Handschrift zusammen.
Sylvie
Courvoisier Trio: Double Windsor (Tzadik)
Die Besprechung erschien zuerst in der NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ)
Die Besprechung erschien zuerst in der NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ)
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